„Jung lehrt alt“- Erfolgreicher erster Durchlauf des generationenübergreifenden Projektes

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Foto: Arbeiterwohlfahrt Bezirk Westliches Westfalen e.V.

Als Kooperationsprojekt zwischen der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule am Holzener Weg und dem Quartiersprojekt Schwerte Holzen der AWO Westliches Westfalen, gefördert von der deutschen Fernsehlotterie (Sitz im Friedrich-Krahn-Seniorenzentrum), wurde das generationenübergreifende Projekt „Jung lehrt alt®“ (JuleA®) erfolgreich umgesetzt – in Anlehnung an das „Jung lehrt Alt®“-Projekt der Stadt Arnsberg, das dort seit über 10 Jahren stattfindet und großen Anklang findet.

30 Schüler/innen der 6. und 7. Klasse der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule in Schwerte-Holzen haben sich freiwillig gemeldet, um ihr Knowhow und Wissen rund um Grundkenntnisse im Umgang mit dem Smartphone, Tablet und Laptop, außerhalb der Unterrichtszeit mit älteren Bürger/innen aus Schwerte zu teilen. Das Angebot wurde gut angenommen: 30 Senior/innen meldeten sich an und nahmen das Angebot der Schüler/innen dankend an.

Begleitet wurden die Schüler/innen und Senior/innen von Quartiersmanagerin Annika Möller sowie dem Schulsozialarbeiter Michael Bredenbeck und der Schulsozialarbeiterin Jessica Berger, die das JuleA-Projekt organisiert haben.

In einem vierteiligen Kurs in den Räumlichkeiten der Gesamtschule wurden in Form eines 1:1 Unterrichts — also in Zweierteams aus „Jung“ und „Alt“ — Fragen rund um die Nutzung von Smartphone, Tablet oder Laptop geklärt und somit eine Wissensbasis geschaffen, um den älteren Menschen einen Zugang zu mobilen Geräten und deren Nutzung zu ermöglichen.

foto: Arbeiterwohlfahrt Bezirk Westliches Westfalen e.V.

Schüler/innen traten in die Rolle der Lehrer/innen und wurden Schülerlehrer/innen. Die teilnehmenden Senior/innen wurden zu Schüler/innen und waren damit Seniorschüler/innen. Diese Begrifflichkeiten werden schon im Arnsberger JuleA-Konzept verwendet und wurden auch in Schwerte eingeführt. Schon nach der ersten Sitzung war die Begeisterung unter den Seniorschüler/innen groß: „Ich habe mein Smartphone von meinen Kindern geschenkt bekommen, die wohnen aber weiter weg und können mir nicht bei der Bedienung helfen. Schön, dass mir hier ein Schüler direkt zur Seite steht und ich alle meine Fragen stellen kann. Schon dieser eine Kurstag bringt mir wahnsinnig viel!“ berichtet ein Senior und macht sich fleißig Notizen, um das Gelernte nicht zu vergessen und Zuhause üben zu können.

Auch Lehrer/innen der Gesamtschule stecken hier und da interessiert ihre Köpfe in die Klassenzimmer und beschreiben: „Das ist ein tolles Projekt! Die Schülerinnen und Schüler so aktiv und engagiert zu sehen macht richtig Spaß!“ Aber nicht nur die Teilnehmenden ziehen einen großen Gewinn aus dem Projekt, auch die Schülerlehrer/innen können sich im geschützten Umfeld als „Lehrer/innen“ erproben und ihr Wissen und ihre Praxiserfahrungen nützlich einsetzen.

Natürlich ist da auch Geduld gefragt, denn die Generation der „digital natives“. Das Miteinander der Generationen wird gefördert, gegenseitiges Verständnis geprägt. Schon vor dem Ende der ersten JuleA-Kursreihe in Schwerte-Holzen am 18. Juni wurde der Wunsch nach einer weiteren Kursreihe groß. Nach Abschluss der jetzigen Kursreihe sowie anschließender Reflektion der Organisator/innen wird eine neue Runde des JuleA-Projektes wieder über die Presse bekanntgegeben.

PM: Arbeiterwohlfahrt Bezirk Westliches Westfalen e.V.

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