Ausstellungseröffnung ‘Die Kirchen des Gottfried Böhm‘

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Düsseldorf Garath Sankt Matthäus Gottfried Böhm (Foto: Hartmut Junker)

Zum 100. Geburtstag des Architekten. Mit Fotografien von Hartmut Junker.“, in der Katholischen Akademie, 16.02.2020, 16:00 Uhr

Der international bekannte Architekt Gottfried Böhm (*1920 in Offenbach), der als Sohn des Kirchenbaumeisters Dominikus Böhm (1880-1955) seit den 1950er Jahren in Köln ein Architekturbüro führt, wird zu seinem 100. Geburtstag in diesem Jahr groß gefeiert und gewürdigt. Auch drei der vier Söhne Gottfried Böhms, Stephan (*1950), Peter (*1954) und Paul (*1959), sind bekannte und weltweit bauende Architekten, die trotz Globalisierung alle den Bezug zum (groß)väterlichen Kölner Büro aufrecht halten.

Gottfried Böhm trat Ende der 1940er Jahre in die Fußstapfen seines Vaters Dominikus Böhm und wurde, wie dieser, ein Schöpfer zahlreicher und einzig-artiger moderner Kirchenbauten. Von den insgesamt rund 50 überwiegend katholischen Kirchen, die Gottfried Böhm im Zeitraum von den 1950er bis in die 1970er Jahre vor allem in Deutschland, mit einem Schwerpunkt in NRW (aber es gibt auch zwei Kirchen in Brasilien und eine Kirche in Taiwan!), errichtet hat, wird hier in der Ausstellung in der Katholischen Akademie eine Auswahl von 20 repräsentativen Bauten gezeigt.

Der Zeitrahmen beginnt mit dem sakralen Erstlingswerk des Architekten, der kleinen Kolumba-Kapelle von 1950 in Köln. Er führt weiter über die 1950er Jahre mit experimentellen Raumentwürfen wie der Herz-Jesu-Kirche in Bergisch
Gladbach-Schildgen oder St. Albert in Saarbrücken und setzt sich in den 1960er Jahren mit spektakulären, skulptural gedachten, brutalistischen »Betongebirgen« fort, – gipfelnd natürlich in der Marien-Wallfahrtskirche in Velbert-Neviges. Am Ende des Kirchenbaubooms, in den 1970er Jahren, entwirft Gottfried Böhm schließlich zwei postmoderne Kirchen in Erkrath und im bayrischen Opfenbach-Wigratzbad, die mit Fertigbauweise und einem stählernen Konstruktionssystem eine ganz andere Sakralraumästhetik zeigen.

Insgesamt wird die unglaubliche Vielfalt, Originalität und Qualität der modernen Kirchen Gottfried Böhms deutlich – kongenial in der Fotografie festgehalten durch Hartmut Junker, der vor rund vier Jahren begann, die Kirchen der Architektenfamilie Böhm mit der Kamera festzuhalten. Als Resultat dieses ehrgeizigen Projekts ist ein umfangreicher Bildband entstanden, angereichert durch Texte von Stefanie Lieb, der 2019 erschienen ist und begleitend zur Ausstellung ausliegt.

PM: Katholische Akademie Schwerte

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